Der große Entwurf
Autor | Hawking/Mlodinow |
Verlag | sonstige |
Seiten | 192 Seiten |
ISBN | 978-3-498-02991-3 |
Preis | 24,95 |
Nochmals Hawking, wiederholter Aufguss? Sein Ko-Autor trägt jedenfalls erheblich dazu bei, ihn und seine Perspektive verständlich zu machen. Wobei ein Großteil des Buches (mit vielerlei klärenden Illustrationen) Wissenschaftsgeschichte überhaupt Revue passieren lässt und so die Entwicklung hin zu Quantenphysik und neuen Teilchen greifbar macht. „Eine neue Erklärung des Universums“ klingt zwar an (siehe Theorie M), ist nach meinem Erlesen jedoch nur der letztliche Auswurf, der nicht wirklich tief schürfend erläutert wird – was den Rahmen auch sprengen würde … Multidimensionalität wie auch Chancen für anderes Leben im All werden diskutiert und in einigen Passagen plausibel gemacht, etwa auf Seite 71: „… die Natur legt auch in allereinfachsten denkbaren Situationen das Ergebnis von keinem Prozess oder Experiment fest, sondern lässt eine Anzahl verschiedener Möglichkeiten zu, von denen jede eine bestimmte Eintrittswahrscheinlichkeit besitzt. Es ist, als würde … Gott immer erst zum Würfel greifen, um über das Ergebnis jedes physikalischen Prozesses zu entscheiden …“ Natürlich fassen die Autoren auch zusammen, was über Naturkräfte inzwischen bekannt ist (und immer nur mit langer Verzögerung im Wissensalltag von Schülern landet): Gravitation – Elektromagnetismus – Schwache Kernkraft – Starke Kernkraft (S. 104ff.). Quarks werden erläutert, in ihren Zuständen diskutiert und dargestellt (S. 110ff.), das Entstehen der Elemente nachvollzogen (S. 156ff.) und der Zusammenhang von Energie und Materie immer wieder anotiert, etwa S. 176f. Stringtheorie und Quantenfluktuationen fordern den Leser, ein „Spiel des Lebens“ machen ihm das Folgen wieder „einfacher“. Neueste Entdeckungen wie Vermutungen sind eingebaut, Leser ist auf der Höhe der Zeit, wenn das denn geht …